Erotische Kunst Seit jeher wird die Erotik und Sexualität von Künstlern kreativ umgesetzt. In einigen Kunstepochen war die Darstellung nackter Körper besonders präsent und große Künstler haben sich dem Akt malen gewidmet. In anderen Epochen wiederum war die Darstellung von nackter Haut gesellschaftlich nicht akzeptabel. Gerade wenn die Gesellschaft sich (nach außen hin) prüde zeigte und die Kirchen eine große Rolle gespielt haben fand die erotische Kunst höchstens im Verborgenen statt. Vergleichbar ist dies vielleicht mit der heutigen Situation in arabischen / vom Islam dominierten Ländern. Die Kultur und Religion untersagt das öffentliche Zurschaustellen von nackter Haut. Nicht nur im Alltag, sondern auch in der Kunst und in den Medien. Wer sich diesen gesellschaftlichen und auch gesetzlichen Vorgaben wiedersetzt, der muss unter Umständen auch mit harten Strafen wie Gefängnis rechnen. Natürlich ist dies nicht in allen arabischen Ländern so, in den streng gläubigen und von religiösen Führern regierten Ländern jedoch auf jeden Fall.
Heute hat gerade in Europa die Erotik in der Kunst ihren Platz gefunden. Und so vielfältig die Kunst ist, so unterschiedlich sind auch die Ausdrucksformen der Erotik in der Kunstszene. Das gemalte Bild, die Statue, die Fotografie, der Film, die Collage – Erotik und Kunst sind nicht mehr voneinander zu trennen. Zahlreiche Künstler konzentrieren sich ganz auf das Thema Erotik, genauer gesagt auf die Aktfotografie. Einige testen auch – nicht zuletzt mit dem Ziel der Provokation – die Grenzen zwischen Erotik und Pornografie aus. Gerade diese Werke werden in der Öffentlichkeit diskutiert und der Künstler und sein Werk erhalten eine Aufmerksamkeit, die nur mit dem Arbeiten an dieser Grenze noch möglich ist. Denn auch der Künstler muss sich heute etwas einfallen lassen, um sich und seine Arbeit aus der Masse hervorzuheben, um aufzufallen.
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