Sex Sells

Eines haben die Werbetreibenden längst erkannt: Sex und Erotik erregen Aufmerksamkeit. Und umso provokanter mit diesem Thema umgegangen wird, desto höher die Aufmerksamkeit. So hat die Erotik Einzug in die Werbung gefunden. Zu Beginn wurden Produkte beworben, die auch tatsächlich etwas mit Erotik / Liebe / Sexualität zu tun hatten bzw. die den Käufer sexy machen möchten. Bei Produkten wie Dessous, Parfums, Kondomen etc. liegt es ja auch nahe, eine thematische Verbundenheit ist gegeben. Doch auch die Werber und Hersteller anderer Produkte haben erkannt, dass sie mit Erotik mehr Aufmerksamkeit erzielen können. Gerade wenn die Provokation hoch ist multipliziert sich die Werbung durch die Aufmerksamkeit der Medien. Nicht selten wurde eine Werbung in den Medien diskutiert, ob sie noch guter Geschmack ist, oder schon schlecht für Moral und Sitte.

Dabei kann Erotik unterschiedlich in der Werbung platziert sein: Anspruchsvoll, witzig und fantasievoll, aber auch plump und kurz vor der Grenze der Pornografie. Kritiker nehmen die Erotik in der Werbung als Beispiel dafür, wie Sex immer weiter verharmlost wird, und wie die Moral der Jugend durch den offenherzigen Umgang mit dem Thema Erotik negativ beeinflusst werden soll. Gerade religiös-konservative Gruppen vertreten diesen Standpunkt. Diese haben aber auch nicht erkannt, dass sich die Zeiten und auch der Umgang mit Erotik sich in den letzten Jahren gewandelt hat – ohne dass dies direkten Einfluss auf die Einstellung von jungen Menschen in Bezug auf die Sexualität genommen hätte.

Das Prinzip Sex Sells ist so erfolgreich, dass auch für Produkte geworben wird, die mit Erotik und Sexualität im eigentlichen Sinne nichts zu tun haben. Es wird den Verbrauchern suggeriert, dass das Kaufen des Produktes sie sexier macht. Ob Deodorant, Auto oder Musik: Die Erotik spielt in der Werbung eine wichtige Rolle.

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